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  • HÖRMANN Gruppe präsentiert innovatives Tragwagenkonzept auf der TRAKO in Polen
  • Gliederzug-Konzept für RAlpin AG
  • VR-Brille macht Straßenbahnkonzept erlebbar

Kirchseeon, 30. Oktober 2019 – Die HÖRMANN Vehicle Engineering GmbH, ein Unternehmen der HÖRMANN Gruppe, präsentierte ein innovatives Tragwagenkonzept für die RoLa (Rollende Landstraße) auf der TRAKO im polnischen Danzig. Die Messe ist nach der InnoTrans die größte Messe für Schienenfahrzeuge und konzentriert sich auf den osteuropäischen Raum. Aussteller zeigen hier moderne Transportsysteme und große zukünftige Investitionen im Sektor. „Am Beispiel einer virtuellen Straßenbahn, die sich mit Hilfe einer VR-Brille begehen lässt, und einem Maßstabmodell eines Gliederzugs für die Rollende Landstraße demonstrierten wir die Bandbreite unserer Gesamtfahrzeugkompetenz beim Transport von Menschen und Gütern“, berichtet Stephan Gruss, Projektleiter für RAMS bei HÖRMANN Vehicle Engineering. Frank Salzwedel, Geschäftsführer von HÖRMANN Vehicle Engineering, fügt hinzu: „In Kundengesprächen konnten wir mit unserem Leistungsportfolio weitere Ideen für neue Projekte entwickeln.“

 

Gliederzug-Konzept für RAlpin AG

RAlpin beauftragte HÖRMANN Vehicle Engineering mit der Entwicklung eines innovativen Niederflurtragwagens für den Transport von LKWs auf der Schiene – ein Gliederzug-Konzept für die Rollende Landstraße. Die Rollende Landstraße ist ein Transportsystem für den begleiteten, kombinierten Verkehr auf der Schiene. Es ist ein spezieller Zug, bei dem komplette Lastwagen per Bahn befördert werden. Fahrer können dadurch auf dem Weg von Deutschland durch die Schweiz nach Italien Lenkzeitpausen einlegen und zukünftig Elektro-LKWs während des Transports geladen werden.

Das neue Gliederzug-Konzept ist ein System, bei dem Sattelzüge mit minimalem Abstand von 0,3 Metern wagenübergreifend positioniert werden. Der Gliederzug besteht aus mehreren Modulen, die so genannte Werkstatteinheit. Die Module setzen sich aus verschiedenen, kurzen Wagenkästen zusammen, die über Gelenke miteinander verbunden sind und sich mit diesen Gelenken auf den Drehgestellen abstützen. Das Innovative ist, dass die Transportkapazität gegenüber bestehenden RoLa-Fahrzeugen – bei gleicher Zuglänge – um vier Sattelzüge gesteigert wird. „Durch den tragwagenübergreifenden Transport der LKWs werden auch Gigaliner möglich“, sagt Frank Salzwedel. Ein Gigaliner ist ein großes Kraftfahrzeug mit einer Länge von rund 25 Metern.

 

VR-Brille macht Straßenbahnkonzept erlebbar

Neben dem Gliederzug-Konzept präsentierten die Mitarbeiter von HÖRMANN Vehicle Engineering auf der Messe ein Straßenbahnkonzept mithilfe einer VR-Brille. In Kooperation mit der Professur Arbeitswissenschaften und Innovationsmanagement der TU Chemnitz konnten so Besucher in die virtuelle Welt eines Straßenbahnprototypen eintauchen. Diese schafft nicht nur ein Erlebnis, das fasziniert und die Vorstellungskraft erhöht, es vereinfacht auch die Entscheidung von formalen Gestaltungsvarianten und spart Kosten aufwendig gestalteter Demonstratoren.

Das virtuelle Modell kommt im Entstehungsprozess zum Einsatz, um nutzungsbezogene Optimierungen durchzuführen, beispielsweise mittels Ergonomie- und Usability-Untersuchungen oder Akzeptanz- und Design-Bewertungen. „Unsere VR-Brille begeistert Mitarbeiter und Kunden gleichermaßen und war das Highlight am Messestand“, so Stephan Gruss.

 

Foto: HÖRMANN Vehicle Engineering
Bildunterschrift: HÖRMANN Vehicle Engineering GmbH präsentierte ein innovatives Tragwagenkonzept auf der TRAKO in Danzig/Polen. Mit einer VR-Brille konnten die Besucher das Projekt virtuell erleben. In Kundengesprächen entwickelten sich weitere Ideen zur Umsetzung des Projekts.