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Die HÖRMANN Industries GmbH (Unternehmensanleihe, WKN: A2AAZG) hat heute ihren Jahresabschluss 2018 veröffentlicht. Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2018 von 521,9 Mio. EUR (2017) auf 624,1 Mio. EUR, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg gegenüber dem Vorjahr um rund 53 % auf 41,8 Mio. EUR. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich um 45 % auf 30,5 Mio. EUR (Vorjahr: 21,1 Mio. EUR). Damit wurde die im September 2018 veröffentlichte Umsatz- und Ergebnisprognoseanhebung nochmals übertroffen. Das Geschäftsjahr 2018 schloss HÖRMANN Industries mit einem Konzernjahresüberschuss von 14,6 Mio. EUR ab, ein Plus von 60,4 % gegenüber dem Vorjahr (9,1 Mio. EUR), wobei alle vier Geschäftsbereiche einen positiven Ergebnisbeitrag leisteten. Die Eigenkapitalausstattung des Konzerns verbesserte sich durch die positive Entwicklung der Ertragslage von 99,6 Mio. EUR zum Ende des Vorjahres auf 112,8 Mio. EUR zum 31. Dezember 2018. Die Eigenkapitalquote stieg stichtagsbezogen von 35,1 % (31. Dezember 2017) auf 38,3 %, der Nettofinanzmittelbestand lag bei 77,3 Mio. EUR. Die Bilanzsumme erhöhte sich aufgrund des gestiegenen Umlaufvermögens um 11,3 Mio. EUR auf 294,7 Mio. EUR. Ohne Auszubildende beschäftigte das Unternehmen im Berichtszeitraum durchschnittlich 3.175 Mitarbeiter, ein Zuwachs von 12,4 % im Vergleich zum Jahr 2017.

Der Geschäftsbereich Automotive erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 423,9 Mio. EUR (Vorjahr: 375,4 Mio. EUR), der damit deutlich über dem Planwert von 375 Mio. EUR lag. Ursächlich dafür waren, neben einer positiven Auftragslage, gestiegene Rohstoffpreise, die an die Kunden weitergegeben wurden. Das bereinigte EBIT (vor den eingestellten Sonder- oder periodenfremden Effekten in Höhe von 6,3 Mio. EUR) betrug 10,1 Mio. EUR (Vorjahr: 7,1 Mio. EUR). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die positive Entwicklung in den Werken Gustavsburg, Banovce/Slowakei und Saarbrücken zurückzuführen. Im Gegensatz dazu führten im Werk Penzberg hohe Zusatzkosten in Folge der hohen Fertigungsauslastung sowie gestiegene Personalkosten zu einem negativen EBIT von -2,0 Mio. EUR. Vor diesem Hintergrund wurde die HÖRMANN Automotive Penzberg GmbH (HAP) im April 2019 aus der HÖRMANN Industries Gruppe ausgegliedert und mit wirtschaftlicher Wirkung ab 1. Januar 2019 an die konzernfremde HÖRMANN Beteiligungsgesellschaft FTH Fahrzeugteileholding GmbH, Chemnitz, zum Zweck der geordneten Betriebsstilllegung, übertragen. Die Produktion des Werks wird schrittweise in andere Werke der HÖRMANN Automotive, insbesondere in das Werk Banovce (Slowakei), verlagert.

Der Umsatz im Geschäftsbereich Engineering ist im Berichtszeitraum aufgrund der in Arbeit befindlichen mehrjährigen Projektaufträge erwartungsgemäß stark von 33,3 Mio. EUR auf 66,0 Mio. EUR gestiegen. Aus der guten Auftrags- und Projektlage resultierte ein EBIT in Höhe von 8,6 Mio. EUR, ein Anstieg um 3,5 Mio. EUR bzw. 68,6 % gegenüber dem Vorjahr. Zu dieser erfreulichen Entwicklung haben alle Tochtergesellschaften im Geschäftsbereich Engineering mit positiven Ergebnissen beigetragen. Die umsatzmäßig stärkste Gesellschaft im Geschäftsbereich Engineering, die HÖRMANN Logistik GmbH, hat im April 2019 die Mehrheit an der im österreichen Neumarkt am Wallersee ansässigen Klatt Fördertechnik GmbH übernommen. Für die HÖRMANN Logistik GmbH bedeutet die Übernahme die vertikale Ausweitung des bisherigen Produktangebots und damit die Stärkung der Wertschöpfungskette sowie die Ausweitung des Kundenstamms und der zu bedienenden Branchen.

Im Geschäftsjahr 2018 hat sich auch die Funkwerk AG, die mit ihren Tochtergesellschaften in den Geschäftsbereich Communication eingegliedert ist, sehr positiv entwickelt. Beim konsolidierten Umsatz, der mit 82,7 Mio. EUR (Vorjahr: 77,5 Mio. EUR) innerhalb der im August 2018 erhöhten Prognosespanne von 80 Mio. EUR bis 85 Mio. EUR lag, profitierte die Gesellschaft insbesondere von der spürbar gestiegenen Auslastung. Das EBIT wuchs dynamisch um 4,3 Mio. EUR bzw. 59,2 % auf 11,4 Mio. EUR, womit die geplante Bandbreite von 8,5 Mio. EUR bis 9,0 Mio. EUR übertroffen wurde. Neben dem gestiegenden Grundgeschäft und der hohen Auslastung erhöhte sich die Marge hauptsächlich durch die kontinuierliche Verbesserung der Kostenstrukturen sowie der Qualitäts- und Prozessabläufe. Insgesamt weist der Geschäftsbereich Communication seit mehreren Jahren eine stabile Umsatzentwicklung auf und erzielte in 2018 einen Umsatz von 96,3 Mio. EUR (Vorjahr: 92,0 Mio. EUR) und ein EBIT von 12,1 Mio. EUR (Vorjahr: 7,6 Mio. EUR).

Der Geschäftsbereich Services hat seinen Umsatz unter anderem durch die Ende 2017 getätigten Akquisitionen im Berichtsjahr 2018 deutlich um 84,0 % auf 39,0 Mio. EUR gesteigert. Außerdem wurde das in 2017 bereits leicht positive EBIT von 0,5 Mio. EUR auf 1,2 Mio. EUR verbessert. Im Geschäftsjahr 2018 wurden bei mehreren namhaften Bestandskunden neue, strategisch wichtige Verträge abgeschlossen oder verlängert sowie Rahmenverträge mit bedeutenden Neukunden geschlossen. Darüber hinaus wurde die Straffung und Optimierung der Tochtergesellschaften des noch relativ jungen Geschäftsbereichs vorangetrieben, indem unter anderem Führungsteams etabliert, unterschiedliche Unternehmenskulturen zusammengeführt sowie administrative Prozesse harmonisiert wurden. Die Fortschritte des Geschäftsbereichs spiegeln sich auch in der steigenden Mitarbeiterzahl wider. So wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 43 neue Mitarbeiter eingestellt, von denen allein acht neue Kollegen aufgrund des Programms „Mitarbeiter werben Mitarbeiter“ ausgewählt wurden.

Für das laufende Geschäftsjahr 2019 erwartet die HÖRMANN Industries auf Konzernebene einen Gesamtumsatz von etwa 580 Mio. EUR. Der Rückgang ist in erster Linie auf die Ausgliederung der HÖRMANN Automotive Penzberg GmbH zurückzuführen. Das operative EBIT wird voraussichtlich bei rund 25 Mio. EUR liegen und auch in diesem Jahr noch einmal durch Restrukturierungs- und Entkonsolidierungskosten zur Neuausrichtung der Automotive-Werke belastet sein. Die Gesellschaft behält sich vor, durch gezielte Zukäufe sich bietende Opportunitäten für anorganisches Wachstum zu nutzen und so die Diversifizierung der Gruppe voranzutreiben sowie die positive Entwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche zu stärken.

Den vollständigen Jahresabschluss können Sie unter http://www.hoermann-gruppe.de/investor-relations/finanzpublikationen/ herunterladen.

Erwägung vorzeitiger Refinanzierung der Unternehmensanleihe 2016/2021
Auch vor dem Hintergrund der positiven Geschäftsentwicklung zieht die HÖRMANN Industries GmbH eine vorzeitige Refinanzierung ihrer in 2021 fälligen Anleihe (WKN: A2AAZG / ISIN: DE000A2AAZG8) in Betracht. Die Prüfung erfolgt mit Blick auf die Kündigungsmöglichkeit (Call-Option) der bestehenden Anleihe ab dem 21. November 2019 zum Kurs von 101,5 %. In diesem Zusammenhang prüft das Unternehmen ebenso die Neuemission einer Unternehmensanleihe, die ein Umtauschangebot für die Investoren der bestehenden Anleihe beinhalten würde. Ziel der HÖRMANN Industries ist es, in einem günstigen Zinsumfeld frühzeitig die mittel- bis langfristig ausgerichtete Finanzierungsstruktur zu sichern und weiter zu optimieren. Die Entscheidung über die vorzeitige Kündigung der bestehenden Anleihe sowie über die Emission einer neuen Anleihe erfolgt in Abhängigkeit vom Marktumfeld und dem Ausgang von Gesprächen mit Investoren und Finanzierungspartnern.

Ausgewählte Finanzkennzahlen der HÖRMANN Industries GmbH in der PDF